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29.08.2018

„Blaulicht-Gottesdienst“ gibt Helfern neue Kraft

Zwei neue Mitarbeiterinnen im Team der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Notfallseelsorge

Ingelheim. Seit über zwölf Jahren ist das Team der Notfallseelsorge Mainz-Bingen nun schon in ständiger Rufbereitschaft – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Als Zeichen des Dankes und Quelle für neue Kraft fand in der Evangelischen Saalkirche in Ingelheim ein Blaulicht-Gottesdienst statt. Der Leiter der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft, Pfarrer Johannes Hoffmann, und die Pfarrerin der Evangelischen Saalkirchengemeinde, Anne Waßmann-Böhm hatten neben den Mitgliedern  des Notfallseelsorge-Teams auch Mitarbeitende von Polizei, Feuerwehr und der Rettungsdienste im Landkreis eingeladen, um diesen Gelegenheit zu geben, im Gottesdienst neue Kraft zu schöpfen. Zudem wurden im Gottesdienst zwei neu ausgebildete Mitarbeiterinnen der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft in ihren anspruchsvollen Dienst eingeführt: Dr. Ina Claus aus Nackenheim und Ursula Wirth-Goldt aus Ingelheim verstärken das Team, das nun 17 Frauen und Männer in der Notfallseelsorge umfasst.

Der Weg zum aktiven Dienst in der Notfallseelsorge umfasst drei Schritte: Nach Gesprächen mit dem Leitungsteam zu Motivation und Vorerfahrungen wird ein Grundkurs absolviert, der 80 Unterrichtsstunden enthält. Darauf folgt die Hospitationsphase, in der möglichst viele Einsätze miterlebt werden. Wenn diese theoretischen und praktischen Voraussetzungen erfüllt sind, folgt die Beauftragung durch die Kirche, der die neuen Mitarbeitenden angehören. Ins Amt eingeführt sollen sie den kirchlichen Auftrag im Bereich des Rettungskette wahrnehmen, bei ihren Einsätzen die Geschädigten und deren Angehörige betreuen und als Kontaktpersonen Brücken schlagen zwischen den Betroffenen, der Kirche und den Rettungsorganisationen.

„Ihr bringt Gaben in unser Team, Sachverstand und Erfahrung, die uns allen weiterhelfen – und den Menschen, zu denen wir alarmiert werden“, würdigte Pfarrer Hoffmann seine neuen Teamkolleginnen. Dass jeder Mensch begabt, von Gott mit Gaben beschenkt ist, verdeutlichte die Predigt Hoffmanns zum ersten Korintherbrief. Gelobt wurde darin die Verschiedenheit im Zusammenwirken mit anderen, um gemeinsam die Fähigkeiten zu entfalten. Dies gelte auch für die Notfallseelsorge, so Pfarrer Hoffmann.

Die Gebete im Gottesdienst  galten Menschen, die von schwerem Leid getroffen sind, ob durch einen plötzlichen Todesfall, Unfall oder Brand. In solch schwierigen Situationen zu einem Halt für andere zu werden, ihnen zu helfen, diese Lasten zu tragen, ist die Aufgabe, der sich die Ehrenamtlichen in der Notfallseelsorge stellen. Auch das Rettungshelfer-Lied „Wir wollen Menschen schützen“ wurde gesungen. Für die eindrucksvolle musikalische Begleitung an zwei Orgeln und Klavier sorgten Iris und Carsten Lenz.