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15.02.2018

Kohlgraf: Alltägliche Gewohnheiten ändern – Schütz: Stetigkeit ist notwendig

Startveranstaltung der 21. ökumenischen Aktion „Autofasten“

Propst Schütz (5.v.l), Propstei Rheinhessen- Nassauer Land, Bischof Kohlgraf, Bistum Mainz (6.v.l), Roland Horne, Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz (1.v.r), Heiko M. Ebert, Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund (3.v.r.), Kerstin Schnücker, NABU Deutschland (4.v.l) mit Organisatoren und weiteren Kooperationspartnern (Foto: Bistum Mainz)

Bereits zum 21. Mal laden in diesem Jahr die Kirchen mit  Umweltverbänden und Verkehrsbetrieben zur ökumenischen Aktion „Autofasten“ (www.autofasten.de) ein, die vom 14. Februar bis 31. März stattfindet. Ziel ist es, die alltägliche Nutzung des Autos in Frage zu stellen und klimafreundlichere Verkehrsalternativen auszuprobieren. Autofahrerinnen und Autofahrer sollen sich bemühen, in der Fastenzeit ihr Auto möglichst oft stehen zu lassen, Fahrgemeinschaften zu gründen oder insbesondere öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder Car-Sharing zu nutzen bzw. zu Fuß zu gehen.

Der neue Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat dazu ermutigt, sich an der Aktion zu beteiligen. Sie greife die christliche Tradition des Fastens auf und gebe ihr „einen aktuellen Inhalt“. „Mit ihrem Aufruf, das Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, schärft die Aktion das Bewusstsein dafür, dass unser alltägliches Verhalten Auswirkungen auf die Umwelt hat. Schon mit kleinen Änderungen unserer Gewohnheiten können wir zur Bewahrung der Umwelt und zum Klimaschutz beitragen“, sagte Kohlgraf bei der Startveranstaltung der Aktion am Mittwoch, 14. Februar, in Mainz. Kohlgraf dankte den Organisatoren für ihr Engagement: „Allen, die sich beteiligen, wünsche ich, dass sie den Verzicht im Alltag als bereichernd erleben und vielleicht sogar neue Entdeckungen machen – zum Beispiel, dass Gottes Schöpfung viel schöner ist, wenn wir sie nicht nur durch die Windschutzscheibe wahrnehmen.

Für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) nahm Dr. Klaus-Volker Schütz, Propst für Rheinhessen und Nassauer Land, an der Eröffnung teil. Er zeigte sich insbesondere beeindruckt darüber, dass diese Aktion schon lange vor Dieselskandal und unsäglichen Affenversuchen in ökumenischer Verbundenheit auf das gemeinsame Anliegen, die Schöpfung zu bewahren, hingewiesen habe: „Autofasten ist fast schon eine eigene Marke geworden, die jedes Jahr neu den berühmten Tropfen auf den heißen Stein einer klimaschädlichen Mobilität legt.“ In dieser Hinsicht habe sie sogar „Vorbildcharakter für politische Entscheidungen, die im Rahmen der möglicherweise anstehenden Koalitionsgespräche im Bund zu treffen sein werden“.

Der Umweltbeauftragte des Bistums Mainz, Dr. Franz-Jakob Hock, bezeichnete die Aktion „Autofasten“ als Erfolgsgeschichte. „Im vergangenen Jahr haben sich fast 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Autofasten‘ beteiligt“, sagte er. Dr. Hubert Meisinger, Referent für Umweltfragen im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, ergänzte: „Durch das Engagement der Verkehrsverbünde wird diese Aktion erst zu einer, die in die Gesellschaft hineinwirken kann. Besser können an Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit interessierte Verbände oder Organisationen gar nicht auf das Ziel einer ökologisch verantwortungsvollen Mobilität hinarbeiten.“

Kohlgraf, Schütz, Hock und Meisinger hatten sich mit zahlreichen Unterstützern der Aktion für ein Pressefoto auf dem Mainzer Bischofsplatz getroffen. Gekommen waren unter anderen: Roland Horne, Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz, Dr. Helga Schmadel, Kreisvorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Kerstin Schnücker vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie Heiko M. Ebert, Referent für Marketing und Wirtschaftsführung des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN).

Seit 1998 laden die Kirchen im Westen und Südwesten Deutschlands und in Luxemburg zu dieser Fastenaktion ein. Getragen wird das „Autofasten“ unter anderem von den Bistümern Mainz, Fulda und Trier, den Erzbistümern Köln und Luxemburg, sowie von den Evangelischen Kirchen im Rheinland und in Hessen-Nassau. Unterstützt wird die Aktion durch die Regierungen von Rheinland-Pfalz, Hessen und des Saarlandes.

Weitere Informationen:
·        Dr. Franz-Jakob Hock, Umweltbeauftragter des Bistums Mainz, Telefon: 06071-980506, E-Mail: umweltbeauftragter@bistum-mainz.de, oder Alois Bauer, Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden, Telefon: 06131-253263, E-Mail: alois.bauer@bistum-mainz.de

·        Pfarrer Dr. Hubert Meisinger, Referat Umwelt und Digitale Welt im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, Telelefon: 06131-2874450, E-Mail: h.meisinger@zgv.info