EKHN.TV


Videos und Audio-Slideshows mit spannenden Geschichten aus Hessen und Nassau. Hier geht's zu EKHN.TV

26.06.2017

Spatenstich im Münchfeld

Die Freude ist bei Bauherren und Bewohnern groß, denn mit dem Spatenstich geht der Bau des Inklusionsprojektes "Drei Höfe und ein Haus" endlich los!

Der gemeinsame Spatenstich ist der Start für den Bau des Inklusionsprojektes

Christina Schneider, Wohnverbundsleitung der NRD in Mainz, stellte das neue Wohnprojekt vor

Klaus Armbrust, Vorsitzender der Kirchenvorstands der Evangelischen Emmaus Kirchengemeinde, und Dr. Birgit Pfeiffer, Präses des Evangelischen Dekanat Mainz, erläuterten das KiTa-Konzept

Brigitte Walz-Kelbel, Pädagogische Vorständin NRD, freute sich, dass der Bau nun los geht

Auch Thomas Hauf, Abteilungsleiter der Fachabteilung Kitas der Stadt Mainz, brachte seine guten Wünsche

Karin Trautwein, Ortsvorsteherin Mainz-Hartenberg/Münchfeld, sagte Dank an Kirchengemeinde und NRD

Dekan Andreas Klodt, Evangelisches Dekanat Mainz, brachte Segenswünsche und Dank

Frau Raduta, Vorsitzende des Bewohnerbeirats, freut sich, in Zukunft eine moderne Wohnstätte zu haben

Auch zukünftige KiTa-Kinder waren beim Spatenstich dabei

Mit einer Baustellentorte auf einem "Baustellenbuffett" wurden die Gäste anschließend verwöhnt

Unter dem Titel „Drei Höfe und ein Haus“werden die Evangelische Emmauskirchengemeinde und die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie (NRD) das Mainzer Münchfeld bereichern. Die Emmausgemeinde baut ihre Kindertagesstätte neu, die NRD, die nebenan bereits eine Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung betreibt, ergänzt im selben Haus ihr Angebot um zeitgemäße Einzel-Apartments.

„Nach viel Vorarbeit im Hintergrund ist es schön, dass nun der Bau sichtbar beginnt: ein gemeinsames Gebäude der Kirchengemeinde und der Nieder-Ramstädter Diakonie mit viel Platz und Entfaltungsspielraum für Kinder und für beeinträchtigte Menschen. Es ist toll, dass im Herbst nächsten Jahres in unserer Gemeinde “Drei Höfe und ein Haus“ mit fröhlichem Leben gefüllt werden“, erklären Dr. Birgit Pfeiffer, Präses des Evangelischen Dekanats Mainz, und Klaus Armbrust, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Emmauskirchengemeinde. „Eine inklusive Kindertagesstätte im Münchfeld, eine gemeinsame barrierefreie Einrichtung des gesamten Hauses und schöne Apartments für die Bewohner der Wohnstätte werden hier entstehen. Wir freuen uns schon auf viele Möglichkeiten gemeinsamen Lebens und Feierns.“

Die Bauherrengemeinschaft setzt den Entwurf des Mainz-Bischofsheimer Architekturbüros Heidacker um. Es sieht einen dreiflügeligen Bau vor, der im Erdgeschoss Räume für zwei Kita-Gruppen – eine für Drei- bis Sechsjährige und eine mit einer kleinen Altersmischung - mit je 22 Plätzen plus einer Krippengruppe mit zehn Plätzen bietet. Die Konzeption der Kindertagesstätte nimmt die Idee des inklusiven Lebens und Lernens auf und ermöglicht so die Betreuung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen als auch die Mitarbeit von Behinderten und die Einbeziehung von Eltern mit Handicap in einer Einrichtung.

Im ersten Stock entstehen sieben Apartments für insgesamt neun Personen und zusätzlich Bürofläche für die NRD. Für unterschiedliche Belange wird ein Versammlungsraum mit geräumigem Foyer zur Verfügung stehen. Die drei Gebäudeflügel grenzen drei voneinander getrennte Hofbereiche ab, die für Kita, Wohneinrichtung und Kirche jeweils gut geschützte Außenbereiche bieten: einen Spielhof für die Kinder, einen Erholungsbereich für die Bewohner und einen Treffpunkt für die Emmausgemeinde.

Die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie kann mit diesem Projekt ihre Wohnangebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf in Mainz endlich modernisieren. Vorständin Brigitte Walz-Kelbel fällt ein Stein vom Herzen. „Während wir in der Region Südhessen seit Jahren längst moderne Wohnformen in Einzelapartments und kleinen Wohngemeinschaften umgesetzt haben, muten wir unseren Klienten in Mainz immer noch Heimatmosphäre und teils Doppelzimmer mit eingeschränkter Privatsphäre zu. Die neuen Apartments werden hier Entlastung schaffen. Damit können wir den Wünschen von Menschen mit Behinderung und ihrer Angehörigen endlich gerecht werden.“ Und auch Wohnbereichsleiterin Christina Schneider sieht die Kooperation als "ideale Lösung", die den Bewohnern zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe verhelfen wird.

Die Gesamtkosten des Projekts sind auf 3,16 Mio. Euro veranschlagt, davon ca. 1,7 Mio. Euro für die Kita. Die Stadt Mainz beteiligt sich daran mit 852 Tausend Euro. Ein Antrag auf Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz ist bereits gestellt. Den verbleibenden großen Eigenanteil teilen sich das Dekanat Mainz und die Evangelische Emmauskirchengemeinde etwa in der Relation 2:1. Zur Finanzierung ihres Anteils hat die Emmaus Gemeinde zwei Reihenhäuser veräußert, deren Verkaufserlös zu 20 Prozent direkt und zu 80 Prozent über eine neuerrichtete Stiftung dem Projekt zugutekommt."Für eine kleine Kirchengemeinde ist die Finanzierung solch eines Projekts ein großer Schritt", lobt Dekan Andreas Klodt, "Sie hat damit eine mutige, zukunftsgerichtete Entscheidung getroffen!"

Für die Wohn- und Büroräume der NRD sind 1,51 Mio. Euro angesetzt. Für die Stiftung mit Sitz in Mühltal und gut 50 Standorten in Süd- und Rheinhessen ist dies nur der erste Schritt im Wohnangebot Mainz. Ihm wird die Kernsanierung und Neustrukturierung des Bestandsgebäudes von heute 24 auf künftig 15 Wohnplätze folgen. Die Planung sieht vor, dass die Bauarbeiten im Sommer 2018 abgeschlossen sein werden und die Kita ihren Betrieb aufnehmen kann.