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13.03.2017

Das besondere Erbe Luthers

Neue Ehrenamtsverkündigende bereichern das Dekanat

Was hält und stärkt einen Christen im Leben? Es ist die Bibel, das Wort Gottes, das zugleich „Lebensmitte und Lebensmittel ist“, so Dekan Harald Storch im Gottesdienst in Gimbsheim am Sonntagmorgen, in dem die evangelischen Gemeindeglieder Margot Neu, Brigitte Klenk und Jörg Bürgis zu ihrem Dienst als Lektorin bzw. Lektor beauftragt worden sind.

In einem rund eineinhalbjährigen Kurs haben sich die drei mit dem „Lebensmittel Bibel“ und der Gestaltung evangelischer Gottesdienste auseinandergesetzt. Neben den Unterrichtseinheiten, die von Pfarrerin Christina Jammers (Gimbsheim) und Pfarrer Thomas Ludwig (Worms-Herrnsheim) begleitet wurden, haben die Teilnehmenden ein mehrwöchiges Gemeindepraktikum absolviert, sich dabei in verschiedener Weise an den jeweiligen Gottesdiensten beteiligt und so ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Mit ihrer Beauftragung sind Brigitte Klenk, Margot Neu und Jörg Bürgis nun berechtigt, selbständig Gottesdienste zu halten.

Gottesdienste zu leiten, das wird in mancherlei Weise eine Herausforderung sein, stellte Präses Alexander Ebert in seinem Dankeswort fest. Er ist gleichzeitig Prädikant und dadurch mit dem ehrenamtlichen Verkündigungsdienst vertraut. Er machte unter anderem auf die unterschiedlichen Liturgien und so manche Besonderheit in den verschiedenen Dekanatsgemeinden aufmerksam, auf die sich Lektoren bzw. Prädikanten immer wieder neu einstellen müssen. „Wir können es durchaus als ein besonderes ‚Erbe’ Martin Luthers verstehen, wenn wir vom ‚Priestertum aller Getauften’ sprechen“, so der Vorsitzende der Dekanatssynode Worms-Wonnegau. Ein ebenso besonderes Erbe Luthers ist die Übersetzung der Bibel, die mit einer neuen Ausgabe zum Jubiläumsjahr der Reformation überarbeitet wurde. Als Dank und Anerkennung für den ehrenamtlichen Dienst im evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau überreichte Ebert an die frisch Beauftragten jeweils eine Jubiläumsausgabe der Lutherbibel.

Dass sich die langjährigen wie nun auch die neu Beauftragten dieser Herausforderung stellen, kann das Gottesdienstleben der einzelnen Gemeinden umso mehr bereichern, wie die Kursbegleitenden Jammers und Ludwig herausstellten. So machten sie – passend zum Bild der Bibel als „Lebensmittel“ – am Beispiel von Oliven deutlich: Wie es ganz unterschiedliche Arten von Oliven gibt, lebe die christliche Verkündigung von ihrer Vielfalt und Buntheit – „und ehrenamtlich Ausgebildete – Lektoren und Prädikanten – tragen zu dieser Buntheit einen wesentlichen Teil bei“, so die beiden Ausbilder in ihrer gemeinsamen Predigt.