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16.11.2018

Dekanatsgrenzen bleiben bestehen

Regionales Kirchenparlament tagt in Monsheim

Mit 61 Vertretern tagte die Dekanatssynode am vergangenen Mittwoch beinahe vollzählig in der Alten Güterhalle in Monsheim. Zweimal im Jahr treffen sich die gewählten Vertreter der Kirchengemeinden, um die Geschicke des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau zu leiten. Neben der neuen Buchführung beschäftigte die Synodalen vor allem der von der Kirchengemeinde Dorn-Dürkheim gewünschte Wechsel in das Dekanat Ingelheim-Oppenheim.

Zum ersten Mal beschlossen die Synodalen einen Haushalt, der nach der Doppik, also der „doppelten Buchführung in Konten“ aufgestellt wird. Für einen ausführlichen Einblick sorgten Anette Schmitt und Anke Walter von der Evangelischen Regionalverwaltung in Alzey. Vanessa Wolf, Vertreterin der Evangelischen Jugend in Rheinhessen, berichtete anhand zahlreicher Bilder über einen Jugendaustausch nach Nord-Sulawesi, den das Dekantsjugendpfarramt Worms-Wonnegau maßgeblich organsiert hatte. Seit 1986 besteht eine ökumenische Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (Propstei Rheinhessen und Nassauer Land) und der Evangelischen Kirche in Minahasa (GMIM). Thematischer Schwerpunkt der Reise war der Plastikmüll, der in Indonesien zunehmend zum Problem wird. Den Jugendlichen wurde dies selbst beim Schnorcheln buchstäblich vor die Nase gehalten.

Mit großer Mehrheit lehnten die Synodalen den Antrag der pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden Dorn-Dürkheim, Hillesheim und Wintersheim ab, in das Dekanat Ingelheim-Oppenheim zu wechseln. Begründet wurde der Antrag mit den sozialräumlichen Bezügen zu den benachbarten Gemeinden im Norden, so würden etwa Kinder und Jugendliche beinahe ausschließlich Schulen im benachbarten Dekanatsgebiet besuchen. Auch die politische Zugehörigkeit zum Landkreis Mainz-Bingen führte zu dem Wunsch der zukünftigen Verwaltung durch das Dekanat Ingelheim-Oppenheim, so Harald Hellwig, Vertreter aus Dorn-Dürkheim, Hillesheim, Wintersheim. Die Argumente gegen einen Dekanatswechsel wogen jedoch aus Sicht der stimmberechtigten Gemeindevertreter schwerer: Der Verlust der knapp 1000 Gemeindeglieder hätte mittelfristig Verluste in der Ausstattung der Fach- und Profilstellen und in der Verwaltung des Dekanats zur Folge. Alexander Ebert, Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstands, appellierte daher an die Verantwortung und Fürsorgepflicht der Synode als Arbeitgeber gegenüber des Mitarbeitenden im Dekanat. Mit Erfolg, denn 45 der abgegebenen Stimmen votierten für den Verbleib der Gemeinden Dorn-Dürkheim, Hillesheim und Wintersheim im Dekanat Worms-Wonnegau. Vorläufig werden die Kirchengemeinden Bechtheim und Monzernheim, Dittelsheim-Hessloch und Frettenheim sowie Dorn-Dürkheim, Hillesheim und Wintersheim gemeinsam durch zwei Pfarrstellen versorgt.