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22.11.2017

Ehrung für langjähriges Engagement

Syrisch-orthodoxe Gemeinde mit Luthermedaille ausgezeichnet

In Anerkennung des langjährigen Weges zur religiösen, sozialen und kulturellen Einwurzelung im Bereich Worms wurde am vergangenen Dienstag die syrisch-orthodoxe Gemeinde „Mor Philoxinus da-Mabug“ mit der Luthermedaille des Evangelischen Dekanats ausgezeichnet.

Die Luthermedaille des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau ist nach Martin Luther benannt, der mit seinem mutigen und nachhaltigen Wirken vor dem Reichstag zu Worms den Fortgang der Reformation entscheidend beeinflusst hat. Die Luthermedaille wird an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise und über die Ebene der Kirchengemeinde hinaus um die Erfüllung des kirchlichen Auftrages verdient gemacht haben. Mit der Verleihung werden überdurchschnittliches haupt- und ehrenamtliches Engagement, das Eintreten für soziale Belange, wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten und andere Leistungen gewürdigt, die dem Anliegen der Reformation Gestalt geben.

„Unser solidarisches Gemeinwesen kann nur existieren und weiter wachsen, wenn zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in ihrem eigenen Lebenskreis Verantwortung für sich und andere übernehmen“ eröffnete Alexander Ebert, Präses des Evangelischen Dekanats den Festakt am Abend und bezog sich in seiner Eröffnungsrede auf die Ankunft zahlreicher syrisch-orthodoxer Christen in Deutschland und den Weg zur erfolgreichen Integration in die Gesellschaft. „Sie kamen als Fremde, sind aber mittlerweile als Schwestern und Brüder in Christus als gute Freunde hier in Worms zu Hause“.

Eine neue Dimension des Christentums

Auch Dekan Harald Storch, Pfarrerin Jutta Herbert und Propst Dr. Klaus-Volker Schütz zeigten sich tief beeindruckt und würdigten das Engagement der syrisch-orthodoxen Christen, die durch den Bischof der Erzdiözese der syrisch-orthodoxen Kirche für Deutschland, Erzbischof Mor Philoxenus Matthias Nayis, dem Erzpriester Dr. Georgios Basioudi der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Mannheim, sowie Pfarrer Semun Kurt und der Vorsitzendenden der Gemeinde Frau Zahura Cankardes und zahlreichen Gästen vertreten war.

„Während der letzten 50 Jahre hat sich mit der syrisch-orthodoxen Gemeinde eine ganz eigene Dimension des Christentums hier in Worms und Umgebung entwickelt“ blickte Harald Storch in seiner Rede in die Vergangenheit zurück. Diaspora, so der Dekan, bezeichne in seiner Bedeutung nicht nur „Minderheit“ und „Zerstreuung“, womöglich sogar mit der Gefahr, verloren zu gehen, sondern auch den Gedanken von Aussaat und einem damit verbundenen Wachstum. „Die Saat, die von der syrisch-orthodoxen Gemeinde vor vielen Jahren an den Rhein gebracht wurde ist aufgegangen und trägt viele Früchte“, so Storch.

Barmherzigkeit und Nächstenliebe

Aber nicht nur die erfolgreiche Einwurzelung im Bereich Worms stand an diesem Abend im Vordergrund, an dem zahlreiche Gäste wie Bürgermeister Hans-Joachim Kosubeck, Dompropst Tobias Schäfer oder der Präses der Landessynode Dr. Ulrich Oelschläger anwesend waren: „Die Gemeindemitglieder engagieren sich sehr stark in der Flüchtlingsarbeit. Sie leben das, was uns Jesus Christus besonders ans Herz gelegt hat: Barmherzigkeit und Nächstenliebe“ so Präses Ebert, der sich für das menschliche und selbstlose Handeln und Helfen der syrisch-orthodoxen Gemeinde herzlich bedankte.

 

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