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13.06.2017

Über ein Jahrzehnt gemeinsame Tradition

Ökumenisches Pfingstfest in Ibersheimer Mennonitengemeinde

Farbenfroh und fröhlich präsentierte sich am vergangenen Freitag die Mennonitenkirche in Worms-Ibersheim, wo das ökumenische Pfingstfest zahlreiche Gottesdienstbesucher begeisterte. Im 13en Jahr in Folge fand das von Pfarrerin Dr. Erika Mohri vom Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau koordinierte Fest der Ökumene zusammen mit Dekan Harald Storch, Pastor Andreas Kohrn (Mennonitischen Gemeinde), Dirk Zobel (Baptistengemeinde Worms), Dompropst Tobias Schäfer (katholisches Dekanat Worms), Pater Ralf Sagner (Dominikanerorden Worms) und dem Kinderchor der syrisch-orthodoxen Gemeinde statt und setzte ein gemeinsames ökumenisches Zeichen für Einheit und Vielfalt des christlichen Glaubens.

In seiner Predigt bezog sich der Prior des Wormsers Dominikanerklosters, Pater Ralf Sagner, auf die Jahreslosung 2017 „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“ und schilderte seine eigene Beziehung zum Thema Reformation. Gott stehe für eine umfassende künftige Erneuerung und nicht für die Pflege liebgewordener Unterschiede.

Das besondere Highlight an diesem Abend dürfte wohl für alle Anwesenden neben der Lesung der Pfingstgeschichte in rheinhessisch, französisch, deutsch, koreanisch und aramäisch, der Kinderchor der syrisch-orthodoxen Gemeinde gewesen sein, der das „Vater unser“ stimmungsvoll und melodisch auf aramäisch vorgetragen hatte. Im Anschluss an den gemeinsamen Gottesdienst hatten alle Beteiligten ausreichend Gelegenheit, die besondere Gastfreundschaft der Mennonitengemeinde zu genießen und bei einem kulinarischen Buffet in den gemeinsamen Dialog einzutreten.

„Die Ökumene hat hier in Worms schon lange Jahre eine wichtige Rolle gespielt“ erklärt Harald Storch, Dekan im Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau, für den der konfessionsübergreifende Dialog nicht nur im Jubiläumsjahr der Reformation ein wichtiges Thema ist. „Denn nur durch den Dialog und das Miteinander ist ein respektvoller und friedlicher Umgang im Namen Jesu Christi möglich.“