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01.11.2018

Segensreiches auf den Weg gebracht

Synodale trafen sich zur letzten Tagung der Dekanatssynode in Nierstein

Am 19. Oktober traf sich das regionale Kirchenparlament, die Dekanatssynode Oppenheim, zur letzten Tagung im Johannes-Busch-Haus der evangelischen Kirchengemeinde Nierstein. Zum 1. Januar 2019 fusioniert das bestehende Dekanat mit dem Nachbardekanat Ingelheim zu einem gemeinsamen Dekanat Ingelheim-Oppenheim mit Sitz in Nieder-Olm.

„Ein bisschen Wehmut ist schon dabei und ja, es wird etwas fehlen.“ Aber in jedem Abschied liege auch ein neuer Anfang, so Dekan Michael Graebsch beim gemeinsamen Gottesdienst in der Niersteiner Martinskirche. Mit Blick auf das Erntedankfest wolle man danke sagen und auf das Segensreiche der vergangenen Jahre blicken. Ob bei Kirchenmusik, Dekanatskirchentagen, Reformationsjubiläum, Stadtkirchenarbeit, Kinder- und Jugendarbeit, Ökumene, soziales Engagement bei der Tafel oder in der Flüchtlingshilfe, Bildungsangeboten, Vorträgen und Ausstellungen, interkulturellen Veranstaltungen und bei vielem mehr; die Kirchengemeinden und das Dekanat haben den Menschen in der Region Wege zum Glauben geöffnet. Mit einem fotografischen Rückblick erinnerte Präses Helmar Richter an schöne und bewegende Gottesdienste, Events und Begegnungen im Dekanat. Weit über die Dekanatsgrenzen bekannt seien zudem zahlreiche dekanatsweite Veranstaltungen wie die Kirchentage, das Konfi-Adventure oder der zentrale Reformationsgottesdienst in der Oppenheimer Katharinenkirche.

Einen spannenden Blick zurück gab darüber hinaus Dieter Michaelis, Pfarrer im Ruhestand. Von 1970 bis 1979 war er Dekan in Oppenheim. Er berichtete über schwierige Anfänge als Dekan aber auch über die „gute und schnelle Entwicklung der Ökumene“. Seit der Gründung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) im Jahr 1947 ist das Oppenheimer Dekanat mit seinen 19 Kirchengemeinden eines von aktuell insgesamt 35 Dekanaten. Neun Dekane gab es in dieser Zeit, seit 2001 ist der Niersteiner Pfarrer Michael Graebsch im Amt. „Wir haben wichtigere Themen als eine Verwaltungsreform“, so Dekan Graebsch über den Fusionsprozess. Viel bedeutsamer sei es, sich auch zukünftig mit zentralen Fragen auseinanderzusetzen: Wie wird heute die Liebe Gottes zu den Menschen sichtbar? Wie schützen wir die Schwachen? Und wie bleiben wir als Gesellschaft solidarisch und freiheitlich-demokratisch beeinander?

Mit der heutigen Synode, ergänzte Präses Helmar Richter, wolle man nicht nur Abschied nehmen sondern auch nach vorne blicken. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war daher der Antrag der evangelischen Kirchengemeinden Dorn-Dürkheim - Hillesheim – Wintersheim des Dekanates Worms-Wonnegau, aufgrund der geografischen Nähe und der gemeinsamen Sozialräume zum frühestmöglichen Termin in das Nachbardekanat Oppenheim zu wechseln. Der Antrag wurde von den Synodalen einstimmig angenommen. Im weiteren Verlauf der Tagung stellte der Dekanatssynodalvorstand (DSV) die Jahresrechnung 2017 des Dekanates vor. Der Bericht wurde von den Synodalen einstimmig abgenommen und der DSV entsprechend entlastet.

Verabschiedungsgottesdienst am 6. Januar in der Katharinenkirche

Abschließend berichtete Präses Richter über die nächsten Schritte im Rahmen der Dekanatsfusion: Vom 10. bis 14. Dezember zieht die Oppenheimer Dekanatsverwaltung in die neuen Räumlichkeiten mit Sitz in Nieder-Olm, Am Hahnenbusch 14b. Des Weiteren lädt das Dekanat mit Propst Dr. Klaus-Volker Schütz am 6. Januar, um 17 Uhr, zum Verabschiedungsgottesdienst von Dekan Graebsch sowie vom bestehenden Dekanatssynodalvorstand in die Katharinenkirche Oppenheim. Erste konstituierende Synodentagung des fusionierten Dekanates Ingelheim-Oppenheim ist geplant für Freitag, 11. Januar 2019, in Jugenheim.

Fotos: eöa/Leone