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06.04.2017

Frühjahrssynode

Evangelisches Dekanat Oppenheim beschließt Haushaltsplan 2017 / Gastreferent informierte zum Thema „Fake-News. Zwischen Lüge und Wahrheit.“

Das regionale Kirchenparlament, die Dekanatssynode Oppenheim, tagte Ende März im Pfarrer-Helferich-Haus in Mommenheim. Foto: eöa/Leone

In der Kirchengemeinde Mommenheim trafen sich am 31. März die Synodalen aus dem Evangelischen Dekanat Oppenheim. Neben dem Beschluss des Haushaltsplanes 2017 beschäftigte sich das regionale Kirchenparlament, die Dekanatssynode Oppenheim, in ihrer Frühjahrstagung mit dem aktuellen gesellschaftlichen Thema: Fake-News. Zwischen Lüge und Wahrheit. Den gemeinsamen Gottesdienst gestalteten Dekan Michael Graebsch und Pfarrer Thomas Stegmann mit musikalischen Beiträgen von Dekanatskirchenmusikerin Renate Mameli.

Nicht alles glauben, den Wahrheitsgehalt einer Meldung prüfen, sich umfassend informieren, Haltung beziehen, im gemeinsamen Diskurs bleiben, Orientierung bieten. Dies sind nur einige der Strategien, die Gastreferent Michael Grunewald im Rahmen der Tagung der Dekanatssynode des Evangelischen Dekanates Opppenheim den Synodalen auf die Frage, wie dem Thema „Fake-News“ im Internet oder auch im gemeinsamen Gespräch zu begegnen sei, mit auf den Weg gab. Im Pfarrer-Helferich-Haus in Mommenheim trafen sich Ende März die Synodalen zur Frühjahrssynode. Zu diesem Anlass wurde der Diplom-Soziologe des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eingeladen. Seit 2001 ist er dort zuständiger Mitarbeiter für den Bereich „Umwelt und Digitale Welt“.

Im gemeinsamen Gottesdienst vor der Tagung resümierte Dekan Michael Graebsch, Fake-News seien „kein neues Phänomen“, jedoch längst in der Gesellschaft angekommen. Unwahrheiten oder auch kleine Lügen im Alltag habe es immer schon gegeben. Zu einer größeren Verbreitung trage jedoch eine zunehmende Digitalisierung - insbesondere in Form von sozialen Medien - bei, ergänzte Grunewald in der anschließenden Diskussionsrunde der Tagung. „Wir als Kirche können den Menschen Orientierung bieten“, so auch Pfarrer Stegmann in seiner Predigt. Zentral sei, das Leben miteinander zu gestalten, sei es in der Gemeinde oder im gemeinsamen Gespräch. „Worte können verletzen, aber auch trösten und heilen.“

Verabschiedung des Haushalts

Neben dem Thema Fake-News standen noch weitere Themen und aktuelle Informationen des Dekanates auf dem Programm der Tagung. So stellten Mitarbeiterinnen der Evangelischen Regionalverwaltung Rheinhessen im Anschluss des Vortrages den Haushaltsplan 2017 für das Oppenheimer Dekanat vor. Dieser wurde einstimmig von den Synodalen beschlossen. Das Dekanat verfügt demnach für seine 22.010 Kirchengemeindemitglieder und allen Einrichtungen über ein Gesamthaushaltsvolumen von 1.011.658 Euro. Der Haushaltplan liegt bis zum 14. April während der Öffnungszeiten in der Dekanatsverwaltung zur Einsichtnahme aus.

Dekanat aktuell

Präses Helmar Richter stellte den Tätigkeitsbericht des Dekanatssynodalvorstandes (DSV) für das Jahr 2016 vor. Der DSV hatte sich u.a. mit der Neuordnung der Dekanate auf EKHN-Ebene befasst. Richter verwies vor diesem Hintergrund insbesondere auf die angestrebte Fusion mit dem Evangelischen Dekanat Ingelheim, die, so der Präses, auf einem guten Weg sei. Angestrebt ist ein gemeinsames Dekanat zum 1. Januar 2019. Zu diesem Anlass hat sich 2016 eine Steuerungs-gruppe aus Vertreterinnen und Vertretern beider Dekanate gebildet, die den Prozess der Fusion begleitet und die Mitarbeitenden fortlaufend informiert. Am 10. März 2017 fand in diesem Rahmen in Nieder-Olm eine „Zukunftswerkstatt Fusion“ mit den jeweiligen Dekanatssynodalvorständen sowie den Mitgliedern der gebildeten Arbeitsgruppen statt, um sich kennen zu lernen, über eine erste Bestandsaufnahme der einzelnen Arbeitsbereiche zu berichten und weitere Planungsschritte zu konkretisieren.

Auch personell gibt es Veränderungen im Dekanat. Bereits im Januar wurde Nataliya Hammer, Gemeindepädagogin im Evangelischen Dekanat Oppenheim, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Kirchengemeinde Oppenheim verabschiedet. Als Berufsanfängerin im Dekanat gestartet, geht die Musikschullehrerin und Chorleiterin nach zwei Jahren auf eigenen Wunsch neue Wege und orientiert sich zukünftig mehr in die musikalische Richtung. Zuvor hat sie berufsbegleitend erfolgreich die gemeindepädagogische Zusatzqualifikation absolviert. „Wir bedauern ihren Weggang“, so Dekan Graebsch, „und wünschen ihr für ihre neuen Aufgaben alles Gute und Gottes Segen.“

Gundi Bäßler, ehrenamtliches Mitglied der Kirchensynode, berichtete über die 2. Tagung der 12. Kirchensynode der EKHN vom 23. bis 26. November 2016 in Frankfurt. Zum Abschluss der Herbsttagung wurde u.a. eine Resolution zum Syrienkonflikt „Frieden in Syrien ist möglich!“ beschlossen.

Mit einem Schlussgebet beendete Präses Richter die Frühjahrssynode in Mommenheim. Die nächste Tagung der Dekanatssynode findet voraussichtlich am 20. Oktober 2017 statt. Der Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Hintergrund: Dekanatssynode

Die Dekanatssynode Oppenheim ist das regionale Kirchenparlament des Evangelischen Dekanats und besteht aktuell aus 36 Mitgliedern, darunter zwei Jugenddelegierte. Das Gremium setzt sich zusammen aus Delegierten der Kirchengemeinden und weiteren berufenen Mitgliedern. Sie sind für die Dauer von sechs Jahren gewählt und treten zwei- bis dreimal jährlich zusammen. Die Dekanatssynode entscheidet über alle grundsätzlichen Angelegenheiten des Dekanats und wählt den Dekanatssynodalvorstand sowie den Dekan. Sie hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden untereinander und mit den übergemeindlichen kirchlichen Institutionen im Dekanat zu fördern.