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15.03.2017

Rheinhessischer Konfitag

300 Konfirmanden entdecken in Worms Gott neu

„500 Jahre Reformation – Gott neu entdecken“: Unter dem offiziellen Motto der EKHN zum Reformationsjubiläum stand der gemeinsame Konfirmandentag, den die Jugendreferenten der Dekanate Ingelheim, Oppenheim, Wöllstein und Worms am Samstag, 11. März 2017, in Worms veranstalteten. Kooperationspartner war die Abteilung Kinder und Jugend des Zentrums Bildung der EKHN.

Es kamen 270 Konfirmanden mit 50 Begleitpersonen aus 24 Kirchengemeinden. 80 Personen, davon überwiegend jugendliche Ehrenamtliche, haben im Hintergrund daran gearbeitet, dass die Konfirmanden einen erlebnis- und erfahrungsreichen Tag hatten.

Die „Fäden“ für die Organisation des Tages liefen bei Patricia Meurer, Gemeindepädagogin des Dekanat Worms-Wonnegau, und ihrem Kollegen aus dem Dekanat Ingelheim, Andreas Lange, zusammen.

Der Tag begann in der Dreifaltigkeitskirche nach einer Begrüßung durch die Gastgeber, Dekan Harald Storch, Präses Alexander Ebert, dem Pfarrer der Dreifaltigkeitsgemeinde Volker Fey und einem Tagessegen von Dekanatsjugendpfarrer Thomas Höppner-Kopf um 14 Uhr mit einer Andacht, die vom Gemeindepädagogen Henry Spielhoff aus dem Dekanat Worms-Wonnegau zusammen mit Jugendlichen gestaltet und von der Jugendband der Baptistengemeinde Worms musikalisch begleitet wurde.

Nach einem Grußwort des Landesjugendpfarrers der EKHN, Gernot Bach-Leucht, wurden die Gruppen anhand eines Laufplans für drei Stunden zu verschiedenen Workshops, verteilt in der Wormser Innenstadt, geschickt. An jedem Standort wurden die Gruppen von „Standortmanagement-Teams“ empfangen, die den Gruppen erklärten, wo genau ihr Workshop stattfindet. Ferner waren diese Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort für alle Fragen. In den Workshops wurde dann Lutherrosen auf Taschen gedruckt, mit echten Gänsefedern geschrieben, Lutherzitate gedruckt, Seifenkisten („Luthers Kutsche“) gebaut oder ein Actionbound (eine Art Schnitzeljagd mit dem Smartphone) zum Leben Luthers gespielt. Ferner war Katharina von Bora da, die über ihr Leben mit dem Herrn Martin berichtete und die Magd Giselda, in Diensten des Bischofs, konnte vom Reichstag zu Worms  als Luther vor dem Kaiser Rede und Antwort stehen musste berichten. Das Erfahrungsmobil der Christoffel-Blindenmission war zu Gast und beim Gang durch den völlig dunklen Raum, konnte man nachempfinden, wie es ist nicht zu wissen, wie es weiter geht und wo der nächste Schritt hinführt. Gefühle, die in Luthers Lebenslauf öfter zu finden sind.

Bedanken möchten wir uns bei den Kirchengemeinden der Wormser Innenstadt, dass sie uns unkompliziert ihre Räume für den Tag öffneten, sowie bei der Stadt Worms für ihre Unterstützung, ohne die bestimmte Workshops (z.B. die Actionbounds) nicht hätten angeboten werden können.

Ab 18 Uhr trafen sich dann alle im EWR-Kesselhaus zu einer großen Abschlussparty. Versorgt mit Hamburgern, die uns das Berufsbildungswerk des DRK lieferte, konnten dann Ergebnisse verschiedener Workshops präsentiert und begutachtet werden. Herr Stefan Ungefehr, Tanzlehrer der Tanzschule Schmitt-Seehaus, brachte dann alle mit einem einfachen Gruppentanz zu der „verpoppten“ Version des Lutherliedes „Ein feste Burg ist unser Gott“ in Bewegung. Danach legt DJ Cool J aus Mainz auf und die liebevoll vom Team „db sound n light“ gestaltete Tanzfläche wurde gestürmt. Wer doch lieber sitzen wollte, konnte wortwörtlich eine Meinung besitzen, denn auf den Papphockern waren am Nachmittag Meinungen zum Thema  „Von der Kirche wünsche ich mir…“ gesammelt worden.

Um 20.30 Uhr endete der Tag mit einem Wegesegen des Landesjugendpfarrers.

Am Ende des Tages wussten alle, wer Martin Luther war, warum seine Zeit und sein Wirken bis heute Bedeutung haben. Ferner haben die Konfirmanden ein Gefühl dafür bekommen und es genossen, dass Konfirmand zu sein kein „Einzelschicksal“ ist. Die vielen haupt- und vor allem ehrenamtlichen Mitarbeiter an diesem Tag haben gezeigt, dass gelebter Glaube bunt, vielfältig und in der Gemeinschaft das Evangelium spürbar wird.