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20.09.2018

Jeder dritte Mainzer Konfi wünscht sich ein Handy-Verbot an Schulen

Konfi-Tage: 300 Mainzer Jugendliche erkunden das soziale, kirchliche und gesellschaftspolitische Mainz

Heiß diskutiert: die pros und Contras eines Handyverbots an Schulen. (Foto: Stadtjugendpfarramt Mainz)

300 Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet, 48 Stationen, 50 Stationsleiter und -leiterinnen, jede Menge zurückgelegte Kilometer: Das sind nur einige statistische Eckdaten der Mainzer Konfi-Tage 2018.„Ganz schön weit, der Weg von der Mainzer Altstadt zur Christuskirche in die Neustadt“, stöhnten einige Jugendliche, als sie nach der Stadtrallye in der Christuskirche auf die Preisverleihung warteten.

Die Konfi-Tage sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der gemeindlichen und übergemeindlichen Konfi-Arbeit im Evangelischen Dekanat Mainz und ein wichtiges Kooperationsprojekt zwischen Stadtjugendpfarramt und allen Mainzer Kirchengemeinden. Auch in diesem Sommer waren die Jugendlichen an drei Tagen losgezogen, um die Einrichtungen der Evangelischen Kirche in Mainz und andere soziale, kirchliche und gesellschaftspolitische Instituti-onen und Gedenkstätten zu entdecken.

Rheinland-pfälzischen Landtag besucht

In diesem Jahr diskutierten die Jugendlichen im Landtag in Kleingruppen das Für und Wider eines Handyverbots, das in Frankreich für einige Schularten schon umgesetzt ist und auch im rheinland-pfälzischen Parlament diskutiert wird.

Einige Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling verfolgten deshalb besonders interessiert und aufmerksam die Argumentationen der Jugendlichen. Überraschend war, dass sich immerhin 36 Prozent der Jugendlichen für ein Handy-Verbot an Schulen aussprachen.

Interreligiöser Dialog, fairer Handel und Umweltschutz

Der Interreligiöse Dialog sowie die Themen Fairer Handel und Umweltschutz werden seit vielen Jahren an einzelnen Stationen aufgegriffen. Teamaufgaben und die Besteigung des Glockenturms der Mainzer Christuskirche waren auch in diesem Jahr bei den Konfis besonders beliebt.


An jeder Station gab es Informationen und eine Aufgabe, deren Umsetzung mit Punkten bewertet wurde. Abends wurden jeweils drei Siegergruppen mit Kino- und Eisgutscheinen belohnt. Die höchste Punktzahl erzielte mit 107 von 108 möglichen Punkten eine Gruppe aus der Luther- und Thomasgemeinde.

Trotz der ungewohnt langen Fußwege waren die Konfis begeistert von den Konfi-Tagen, einige wollen im nächsten Jahr als Teamer oder Teamerinnen mitarbeiten.