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11.05.2018

Gospels, Gaumenfreuden und Bibelverse auf Tagalog

Hunderte feiern an Christi Himmelfahrt in Altmünstergemeinde internationales Kirchenfest

„Ihr seid das Licht der Welt“: Unter diesem Zuspruch stand das internationale Kirchenfest, das traditionell zu Himmelfahrt mit Gemeinden anderer Herkunft und Sprache in der Altmünsterkirche gefeiert wird. Hunderte Aktive und Gäste aller Generationen waren dabei. „Lasst euer Licht leuchten“: Der Gedanke zog sich als Botschaft durch den Gottesdienst und spannte einen Bogen von der Bibel zur heutigen Zeit.

„Wir alle sind Originale"

Wir alle sollten mit offenen Herzen und Händen aufeinander zuzugehen, vertrauter mit anderen Menschen und ihren verschiedenen Traditionen zu werden und zu erkennen: „Wir alle sind Originale und haben viele Gaben von Gott geschenkt bekommen“, wie Ilka Friedrich beschrieb. Als Pfarrerin für Ökumene und Interreligiösen Dialog im Evangelischen Dekanat Mainz hatte sie das internationale Kirchenfest zusammen mit anderen Haupt- und Ehrenamtlichen aus Gemeinden verschiedener Herkunft und Sprache vorbereitet.

Das eigene Licht soll man nicht unter den Scheffel stellen, betonte sie, sondern gemeinsam leuchten lassen. Passend zu dieser Ermutigung erklangen Lieder, die Lebensfreude zum Ausdruck brachten und zum Mitsingen und Klatschen anregten. Songs wie „Come into his presence“ oder „This little light of mine“ präsentierte der Chor „Gospel Groove“ unter der Leitung von Dekanatskantorin Barbara Pfalzgraff; Maxine Howard sang aus tiefster Seele solo, gefühlvolle armenische Lieder ertönten von der Empore aus.

Schriftlesung in mehreren Sprachen

Wie klingen die Verse aus der Bibel auf Französisch, Twi, Tagalog oder Ungarisch? Das verdeutlichte die Schriftlesung in mehreren Sprachen, neben einer Psalm-Collage. Dass man auch ohne Worte beten kann, zeigte ein eindrucksvoller „Tanz zur Ehre Gottes“ von Kindern.

Christliche Identität in Europa, Afrika und Asien beleuchtete im Predigtteil ein ökumenischer Trialog in Interviewform. Ihr und anderen Landsleuten aus Ungarn gebe der Glaube ein Gefühl von Verbundenheit und Heimat, beschrieb Magdy Arros. In seinem Herkunftsland Ghana könnten Christen zusammenkommen und Gottesdienste feiern, ohne sich bedroht zu fühlen, beschrieb Pastor Dr. Mark Asante, um anderen zu helfen, sondern auch aus dem Glauben heraus Hoffnung verbreiten. „Das gesamte Leben sollten wir so führen, dass es Gott gefällt“, regte Ginalyn Sanchez, Pastorin der Philippinischen Gemeinde, zum Nach- und Umdenken an.

Herzhafte und süße Köstlichkeiten

„Ich sehe das Licht in dir, lass dein Licht leuchten“ sprachen die Gottesdienstbesucher einander als Ermutigung zu. Sich für diese Aufgabe stärken und miteinander ins Gespräch kommen konnten sie beim internationalen Mittagessen mit herzhaften und süßen Köstlichkeiten aus aller Welt.