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06.06.2018

Feierlich von der „Siedlung“ zum „Stamm“ erhoben

Christliche Pfadfinder feierten in der Binger Christuskirche festlichen Gottesdienst

Fotos: Wolfgang Schiwek

Es ist geschafft: Die Pfadfinder-Siedlung „Martin Niemöller“ in Bingen wurde beim Gau-Pfingstlager der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) zum „Stamm“ erhoben. Damit ist der Binger Stamm nun ein vollwertiges Mitglied der Pfadfindergemeinschaft.

Ein schöner Anlass zu feiern – und so gestalteten die Binger Pfadfinder, die derzeit von Julia Vogel und Kathrin Eberlein geführt werden, zusammen mit Pfarrerin Norina Mutzek in der Evangelischen Christuskirche unter dem Motto „Jeder kann etwas, aber zusammen können wir mehr“ einen Gottesdienst und erhielten bei dem sich anschließenden Mitarbeitendenfest der Gemeinde von Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer einen großen Fresskorb für den nächsten Singe-Abend.

Das hatte sich der frischgebackene Stamm, der derzeit aus rund 50 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen besteht, auch redlich verdient. Denn für eine Pfadfinder-Siedlung, die quasi einem Verein in Gründung gleich zu setzen ist, sind die Anforderungen, um zu einem vollwertigen „Stamm“ erhoben zu werden, hoch: Zunächst müssen in allen Altersklassen der Pfadfinder stabile Gruppen bestehen (also vom Grundschulalter, den Wölflingen, die den Meutenamen „Sioni“ tragen, bis hin zu den „Sturmkrähen“, in denen sich die jungen Erwachsenen ab 18 Jahren zusammenfinden). Das dauerte seine Zeit, weil man bei der Gründung 2006 durch die Binger Pfarrer Carsten Beul und Pfarrerin Janina Glienicke, zunächst mit der jüngsten Altersklasse, den „Wölflingen“ aber Grundschule begann.

„Jetzt sind alle Altersklassen besetzt“, freut sich der Gemeindepädagoge der Christuskirchengemeinde Paul Nicolay, der derzeit der Meutenführer des jüngsten Pfadfindernachwuchses ist, „ein eigenes Stammeslied ist ausgewählt, die Stammesordnung erstellt und auch eine große Veranstaltung haben wir gemeinsam organisiert“. Im vergangenen Jahr boten die Binger Pfadfinder nämlich eine Großfahrt für die ganze Pfadfinder-Region (Gau), zu der Bingen gehört, nach Taizé an, von wo aus man in 10 Tagen in Gruppen nach Dijon wanderte. Wer einmal die Pfadfinder und das, was sie so machen und unternehmen, kennen lernen möchte, der kann dies bei den regelmäßig im Sommer auf dem Rochusberg stattfindenden Schnupperstunden tun. Derzeit ist der Stamm in eine Meute und vier Sippen unterteilt, die sich im Winter (von Dezember bis März) im Pfadfinderheim bzw. dem Gemeindehaus der Christuskirche treffen. Hier eine Übersicht: 

Meute „Sioni“ (ab der Grundschule), Di., wöchentlich 17.00-18.30 Uhr, Meutenführer: Paul Nicolay, Tel.: 06132 / 71 89 32
Sippe „Rauchschwalbe“ (ab 11 Jahre), Mi., wöchentlich, 17.00-18.30 Uhr, Sippenführer: Julia Vogel
Sippe „Neuntöter (ab 14 Jahre), Fr., wöchentlich 15.00-16.30 Uhr, Sippenführer: Emily Krauß

Sippe „Schleiereule“ (ab 16 Jahre), Sa., wöchentlich, 11.00-12.30 Uhr, Sippenführerin: Elena Schommer
Sippe „Sturmkrähen“ (ab 18 Jahren), Mi., wöchentlich, 18.00-19.30 Uhr, Sippenführer: Sebastian Diehl

Für allgemeine Fragen und Informationen steht die Siedlungsführung
Julia Vogel
gerne zur Verfügung.