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12.04.2018

Drei weidende Schafe am Hirtensonntag

Wackernheimer Pfarrerin Karin Becker macht sich für die Schäferei stark

Die Lage der Schäferei, speziell der Hütehaltung und der Wanderschäferei, ist in Deutschland dramatisch. Der Wegfall von Zuschüssen, stetig steigende Pachten für die Hütehaltung in den Flußauen und auf den Deichen sowie die steigenden Kosten durch die Anschaffung von teuren Zaunsystemen zum Schutz vor Wolfsattacken zwingen viele Schafhirten zur Aufgabe. Mit einem Foto, versehen mit der provokativen Bildüberschrift „Habe fertig“, macht die Wackernheimer Pfarrerin Karin Becker, deren besonderes Interesse als Hirtin im theologischen Sinne (=Pfarrerin) auch der Schafhaltung gilt, auf die Existenzbedrohung der „echten“ Schäfer aufmerksam. Am kommenden Sonntag Misericordias Domini, dem klassischen Hirtensonntag der Evangelischen Kirche, wird sie in ihrem Gottesdienst im Wackernheimer Gotteshaus das Bild vom „Guten Hirten“ aufgreifen. „Wir haben in Wackernheim“, so die Theologin, „an diesem Sonntag einen Taufgottesdienst. Ein Kind wird getauft und in die Kirchengemeinde und damit auch in die weltweite Kirche aufgenommen. Für die Wackernheimer Kirchengemeinde bedeutet das, u.a. „ein Schäfchen mehr in der Herde“. Das ist Anlass zur Freude.“ Für Pfarrerin Becker ein guter Anlass auch den Notruf der Schäfer, der ihr über Freunde zugetragen wurde, Gehör zu verschaffen. Mit drei auf der Südseite des Kirchhofes der St. Martinskirche weidenden Schafen wir das Anliegen der Pfarrerin auch optisch unterstützt werden. „Wer will,“ lädt die Pfarrerin Interessierte ein, „der kann den Schafen BellaItalia, Wolke-iCloud und Kalle zuhören und zusehen, wie sie hier friedlich weiden werden. Das spricht für sich“.