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02.11.2017

Reformationstag im Zeichen der Hoffnung

Festgottesdienst in Alzeyer Nikolaikirche mit Apfelkuchen-Contest

 „Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“ – so das Motto des festlichen Reformationsgottesdienstes der Evangelischen Kirchengemeinde Alzey in der Nikolaikirche am vergangenen Dienstag. „Auch wenn diese Worte Martin Luther in den Mund gelegt wurden, stehen sie sinnbildlich für die Hoffnung“ sprach Dekanin Susanne Schmuck-Schätzel und bezog sich in ihrer Predigt auf den katholischen Priester Korbinian Aigner, der während seiner Haft im Konzentrationslager Dachau heimlich hinter den Baracken Apfelbäume züchtete und damit in düsteren Zeiten ein leuchtendes Zeichen der Hoffnung setzte. „Reformation bedeute aber auch, nicht nur 500 Jahre in die Vergangenheit zu schauen, sondern vor allem in die Gegenwart und in die Zukunft“, so Pfarrer Adrian Ladner, der noch große Aufgaben und Herausforderungen für die Kirchen in Deutschland sieht. „Wir müssen uns als Kirche um die Menschen kümmern, genau wie man sich um einen Apfelbaum kümmern muss, bevor er Früchte tragen kann“ so der Theologe.

Aber es sollte nicht nur bei den Erzählungen über den Apfelbaum bleiben, denn schließlich stand als weiterer Höhepunkt des Tages neben der Überreichung der Urkunde an Pfarrer Joachim Schuh für sein 25 jähriges Dienstjubiläum der im Anschluss an den Gottesdienst stattfindende Apfelkuchen-Contest auf dem Programm. Hier wurde die Gemeinde bereits im Vorfeld eingeladen, den Lieblingsapfelkuchen mit dem dazugehörigen Rezept mitzubringen und von den Gottesdienstbesuchern kosten und bewerten zu lassen. „So feiern wir Reformation ganz nach rheinhessischer Tradition – mit Apfelkuchen und einer Tasse Kaffee“ erklärt Dekanin Schmuck-Schätzel mit einem Lächeln die Aktion, die von den zahlreichen Gästen mit Begeisterung aufgenommen wurde. Während die Plätze zwei bis vier mit übergroßen Apfeldekorationen belohnt wurden, durfte die Gewinnerin des Tages in der Tat einen Korbinian Apfelbaum mit nach Hause nehmen.  

Video zum Gottesdienst

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