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30.09.2017

Gemeindeübergreifende Trägerschaft und Dekanatsfusion im Fokus

Tagung der zwölften Synode im Evangelischen Dekanat Alzey

Alzey – 30.09.2017. Mit überragender Mehrheit und nur einer Gegenstimme stimmten am Freitag die Synodalen im Evangelischen Dekanat Alzey auf der Herbstsynode für die Einführung der gemeindeübergreifenden Trägerschaft für kirchliche Kindertagesstätten. Hierbei handelt es sich um ein neuartiges Trägermodell, welches bereits von einigen Dekanaten innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit dem Ziel eingeführt wurde, Kirchengemeinden und Kirchenvorstände zu entlasten und den jeweiligen Einrichtungsleitungen eine pädagogische und professionelle Geschäftsführung zur Seite zu stellen. Ab dem 01.01.2018 steht es somit den Gemeinden mit einer oder mehreren Kindertagesstätten frei, die Verwaltung ihrer Einrichtungen ans Dekanat Alzey zu übertragen, das hierfür eine von der Landeskirche finanzierte Stelle für einen Geschäftsführer und eine Stelle für eine Verwaltungsfachkraft einrichten wird.

„Wichtig für uns ist, dass es den Gemeinden freigestellt ist, sich diesem Modell anzuschließen“ erklärt Dekanin Susanne Schmuck-Schätzel das Vorhaben und betont, dass eine Gesamtträgerschaft vor allem auch für die Mitarbeitenden eine Entlastung darstellen kann, da beispielsweise im Krankheitsfall wesentlich einfacher und unbürokratischer eine Vertretung organisiert werden könne. „Auch ist es so, dass es in vielen Einrichtungen noch freie Stellenanteile von wenigen Prozenten gibt, die einzeln nicht zu besetzen sind. Im Idealfall könnte man hieraus eine Art Springerstelle für alle Einrichtungen schaffen“, erklärte Schmuck-Schätzel. Auf die Befürchtung, dass es durch den Trägerwechsel zu Vertragsänderungen und negativen Folgen für die Mitarbeitenden kommen könne, reagierte der Dekanatssynodalvorstand besonnen und betonte, dass sich weder an Vertragsdauer noch an Eingruppierung etwas ändern- und es keine Zwangsversetzung in andere Einrichtungen gegen den Willen der Mitarbeitenden geben wird. 

Fusion zum drittgrößten Dekanat der EKHN? 

Ein weiteres großes Thema, das den DSV schon länger begleitet und in der Vergangenheit des Öfteren von der Presse aufgegriffen wurde, ist die geplante Fusion mit dem Dekanat Wöllstein. Hintergrund ist die Tatsache, dass die XI. Kirchensynode der EKHN das Gesetz zur Neuordnung der Dekanatsgebiete beschlossen hat und darin vorsieht, in der Propstei Rheinhessen die Dekanate Alzey und Wöllstein ab dem Jahr 2020 zusammenzuführen. Durch das geplante Gesetz zur Pfarrstellenbemessung ab 2020-2024 sind dennoch Kürzungen bei der personellen und finanziellen Ausstattung zu erwarten. „Auf Grund der geografischen Nähe ist daher der Gedanke entstanden, zum 01.01.2022 eine gemeinsame Einheit mit dem Dekanat Worms-Wonnegau zum drittgrößten Dekanat in der EKHN zu bilden“ erläuterte Dekanin Schmuck-Schätzel den aktuellen Sachstand. „Das Dekanat Worms-Wonnegau hat sich dieser Idee erst einmal offen gegenüber gezeigt, möchte aber vor einer endgültigen Entscheidung die Beschlüsse der Landessynode Ende 2017 abwarten, um die konkreten Vor- und Nachteile eines Großraumdekanates einschätzen zu können.“

25 jähriges Dienstjubiläum von Pfarrerin Beiner

Neben der Bekanntgabe weiterer Informationen aus dem Dekanatsgebiet gab am Abend der Synode auch noch einen Grund zum Feiern: die Überreichung der Ehrenurkunde zum 25 jährigen Dienstjubiläum an Pfarrerin Andrea Beiner durch Dekanin Susanne Schmuck-Schätzel, die in ihrer Rede das Wirken der Theologin in der Evangelischen Gemeinde Dintesheim, Eppelsheim, Flomborn und Ober-Försheim würdigte. „Durch Ihr besonderes Engagement stellt Pfarrerin Beiner eine Bereicherung für das Dekanat Alzey dar.“ sprach die Dekanin und überreichte der Jubilantin unter lautem Beifall einen festlichen Blum